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Handlungsfeld 3: Kinder, Jugend und Familie

a. Übergeordneter Rahmen

Im September 2006 gründeten nach Einladung durch die Stadt Neumarkt i.d.OPf.  über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das „Bündnis für Familie“. Ergebnis war u.a. die Bildung eines Familienforums für die Stadt Neumarkt i.d.OPf. Hierdurch wird es möglich, Anregun-gen aus Sicht der Familien aufzugreifen und neue Projekte „von und für Familien“ umzusetzen. Jeder, der sich einbringen möchte, ist herzlich willkommen, im Forum mitzuarbeiten. Somit hat sich die Stadt Neumarkt i.d.OPf. der bundesweiten Initiative „Lokale Bündnisse für Familien“ angeschlossen. An bundesweit rund 620 Standorten setzen sich Lokale Bündnisse für Familien dafür ein, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien zu verbessern. Jedes Lokale Bündnis für Familie ist ein Netzwerk von Akteurinnen und Akteuren aus Wirt-schaft, Politik und Zivilgesellschaft. Die verschiedenen Partnerinnen und Partner finden sich vor Ort auf freiwilliger Basis zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien durch bedarfsorientierte Projekte zu verbessern. Dabei engagieren sich die Beteiligten nach ihren jeweiligen Möglichkeiten und bringen ihr spezifisches Know-how ein. Die Initiative wurde 2004 vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen und wird aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

b. Vision 2030

Aus dem bisherigen Prozess „Impulse für die nachhaltige Stadt“ lässt sich für das Handlungsfeld „Kinder, Jugend und Familie“ folgende Vision für das Jahr 2030 ableiten.

„Neumarkt ist ein Wohlfühlort für alle Familien, unabhängig vom sozialen Status und von der Familienkonstellation. Neumarkt bietet Chancengleichheit sowie Wohn- und Lebensraum für alle Familien und kann insbesondere bezahlbaren Wohnraum vorweisen. Zudem gibt es in Neumarkt durch die Zusammenarbeit zwischen Stadt, öffentlichen Trägern und Wirtschaft ein gut ausgebautes, flexibles Kinderbetreuungsangebot, das die Bedarfe der Familien ab-deckt. In Bezug auf die Mitgestaltung durch die jüngere Bevölkerung hat sich ein Kinder- und Jugendforum entwickelt, das in die Stadtentwicklung aktiv mit einbezogen wird.“

 

Bündnis für Familie

 

c. Stand der Umsetzung

Die Stadt Neumarkt i.d.OPf. kann vielseitige familienfreundliche Strukturen vorweisen. Hierzu gehören die Spielplätze genauso wie öffentliche Parkanlagen sowie die Instandhaltung und der Neubau bzw. die Bezuschussung von Kitas und Schulen. Hinzu kommen Fördermaßnahmen der Stadt Neumarkt i.d.OPf.  wie der Baukosten- und der Kinderbetreuungszuschuss. Mit dem Büro für Kinder, Jugend und Familie, dem G6 sowie der Servicestelle „Bündnis für Familie“ im Bürgerhaus haben Familien, Kinder und Jugendliche in der Stadt Neumarkt i.d.OPf. konkrete Kontaktstellen. Zusätzlich sind aus dem Bündnis für Familie seit der Gründung 2006 verschiedene neue Projekte und Angebote wie z.B. die Ferienbetreuung, die Randzeiten- und Notfallbetreuung sowie die Familienkarte hervorgegangen. Die weitere Umsetzung wird sich insbesondere mit den Themen „Weiterer Ausbau der Kinderbetreuung“ sowie „Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“ beschäftigen müssen. Dabei geht es im Wesentlichen um die weitergehende Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Beteiligung der Neumarkter Wirtschaft sowie einer sozialverträglichen Wohnungswirtschaft, sofern die Stadt hier ihren Einfluss geltend machen oder direkt im sozialen Wohnungsbau tätig werden kann. Hier wird es in den nächsten Jahren zunehmend wichtig, dass insbesondere auch Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte sowie junge Menschen (Studenten), aber auch im Hinblick auf den demographischen Wandel ältere Mitbürgerinnen und –Bürger in Bezug auf Wohnraum in den Fokus gerückt werden.

 

d. Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen für die nachhaltige Entwicklung

Zur  Verwirklichung der Vision 2030 werden im Handlungsfeld „Kinder, Jugend und Familie“ vier wesentliche Handlungsschwerpunkte verfolgt: 

• Gezielte Lobbyarbeit für Kinder, Jugend und Familie
Beispiel: Jugendforum mit eigenem Budget

• Weitere Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Beispiele: Weiterentwicklung von flexiblen Kinderbetreuungsangeboten, insbesondere in den Randzeiten, Auszeichnung von familienfreundlichen Unternehmen, Angebot von flexiblen Arbeitszeit- und Ausbildungsmodellen

• Entlastung von Familien
Beispiel: Städtischen Wohnungsbau auf Familien ausrichten, Familienkarte um öffentliche Angebote ergänzen

• Die Stadt als „Lebensraum für Familien“
Beispiele: „Kindercafé“ (Familienfreundliche Gastronomie), Gemeinschaftsgärten, Verkehrsberuhigte und -freie Bereiche ausweisen und gestalten

 

 

 

 

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