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Handlungsfeld 4: Integration

a. Übergeordneter Rahmen

Für das Thema „Integration“ besteht noch kein adäquater übergeordneter Rahmen. „Integration“ wurde zwar im Jahr 2003 im Zuge der „Sozialen Stadt“ als Schwerpunkthema im sogenannten Integrierten Handlungskonzept verankert. Der Fokus lag allerdings räumlich eingegrenzt auf dem Gebiet der Altstadt im Rahmen der Förderkulisse „Soziale Stadt“. Dennoch sind hieraus bereits Handlungsbedarfe und konkrete Maßnahmen abgeleitet worden, die später auf die gesamte Stadt Neumarkt i.d.OPf. übertragen werden konnten. Im Entwicklungsleitbild des Integrierten  Handlungskonzeptes heißt es: „Die Verschiedenheit von Nationalitäten bereichert das Zusammenleben in der Altstadt. Die Altstadt hat deshalb auch eine wichtige Funktion als Ort der Integration von ausländischen Mitbürgern bzw. Menschen mit Migrationshintergrund.“ Zuletzt wurde im Rahmen des Interkulturellen Forums die mögliche Teilnahme der Stadt Neumarkt i.d.OPf. am europäischen Netzwerk „Intercultural City“ diskutiert. Dieses Netzwerk, das durch den Europarat und der Europäischen Kommission angeschoben wurde, könnte einen angemessenen Referenzrahmen für die Stadt Neumarkt i.d.OPf. bilden, um die bestehenden Maßnahmen, aber vor allem auch die neuen Herausforderungen im Handlungsfeld „Integration“ anzugehen.

 

b. Vision 2030

 

Aus dem bisherigen Prozess „Impulse für die nachhaltige Stadt“ lässt sich für das Handlungsfeld „Integration“ folgende Vision für das Jahr 2030 ableiten. „Um eine gute Integration in Neumarkt zu ermöglichen, erfolgt eine fach- und ämterübergreifende Zusammenarbeit im Schulterschluss mit den übergeordneten Ebenen Landkreis, Land, Bund und EU mit den Schwerpunkten Wohnen, Arbeiten und Ausbildung. Die ehrenamtlichen Strukturen werden professionell begleitet und koordiniert. Das Zusammenleben in der Stadt Neumarkt i.d.OPf. zeichnet sich dadurch aus, dass sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Herkunftsländern gemeinsam engagieren und ihr jeweiliges Wissen und ihre Erfahrungen in die Gesellschaft einbringen.“

Integrationspreis

 

c. Stand der Umsetzung

Das Bürgerhaus fungierte von Anfang an als Ort der Begegnung und damit auch als Ort der Integration (vgl. Handlungsfeld 1). Das damalige sogenannte Quartiersmanagement, das im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ eingerichtet wurde, förderte eine Vielzahl an sozialen Maßnahmen und Projekten, davon auch Integrationsmaßnahmen. Die Initiativgruppe „Ausländerhilfe“ bietet zudem bereits seit 2005 Deutschkurse im Bürgerhaus an. Im weiteren Verlauf wurde neben dem Programm “Soziale Stadt“ auch innerhalb des Programms “Mehrgenerationenhaus“ die Integration als Handlungsfeld aufgegriffen und mit neuen Projekten umgesetzt. Als wesentlicher Meilenstein kann die Gründung des Interkulturellen Forums im Herbst 2008 genannt werden. Hier werden die Aktivitäten gebündelt, die Akteure tauschen sich aus und es werden neue Impulse gegeben. Im personellen Bereich wird aktuell mit Hilfe des Sonderprogramms „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (BStMAS) eine halbe Stelle als Projektorganisatorin Integration für drei Jahre gefördert. Diese Stelle ist Ansprechpartnerin für Menschen mit Migrationshintergrund und geflüchtete Menschen sowie für ehrenamtliche Initiativen und Helfer. Weitere Aufgaben sind der Ausbau vorhandener und der Aufbau neuer Integrationsangebote, die Gewinnung von Menschen mit Migrationshintergrund für freiwilliges Engagement sowie die Ermöglichung der Teilhabe von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive sowie Koordinierungs- und Vermittlungstätigkeiten bzgl. vorhandener Angebote zur Sprachförderung. Unabhängig von den Zuständigkeiten im Hinblick auf Zuwanderung und Integration hat die Stadt Neumarkt i.d.OPf. mit einem Ausländeranteil von 10,05 % (Stand 1.1.2018) ein begründetes Interesse daran, dass Integration gelingt. Dies lässt sich nicht alleine durch „begleitende Maßnahmen“ bewerkstelligen. Integration gelingt nämlich dort am besten, wo die neu Zugezogenen bezahlbaren Wohnraum vorfinden, eine Chance auf einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz haben sowie ein soziales Umfeld aufbauen können (z.B. Vereinsleben, kulturelle Teilhabe). Dies ist die große Herausforderung in den nächsten Jahren.

 

d. Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen für die nachhaltige Entwicklung

Zur Verwirklichung der Vision 2030 werden im Handlungsfeld „Integration“ vier wesentliche Handlungsschwerpunkte verfolgt:

Toleranz und Akzeptanz fördern
Beispiel: Gründung eines breiten „Neumarkter Bündnisses für Integration“

Strukturen zur Integrationsförderung ausbauen und verstetigen
Beispiele: Ämterübergreifendes Arbeitsgremium für Integration, Teilnahme an der Initiative „Intercultural City“ des Europarates

Bildungsmöglichkeiten und Alltagshilfen für Migrantinnen und Migranten schaffen
Beispiele: Ausbildungs- und Sprachpatenschaften, Kulturdolmetscher

Integration durch gemeinschaftliche Tätigkeiten unterstützen
Beispiele: Interkulturelles Gartenprojekt, Schneider-und Nähwerkstatt, Interkulturelle Kulturprojekte

 

 

 

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