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Ein Klimaanpassungskonzept für Neumarkt

Machen Sie mit und bringen Sie Ihre Kenntnisse und Beobachtungen ein! 

 

Die Bürgerbeteiligung in der ersten Phase der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes ist im Zeitraum 8. Juli bis 30. September 2021 über eine digitale Plattform möglich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger gelangen über den nachfolgenden Link oder über den Scan des QR-Codes auf die Umfrageplattform. Ziel ist es, mit der Hilfe der Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Neumarkt lokales klimatisches Wissen aufzufangen und dies für die weitere Bearbeitung nutzbar zu machen. Dabei haben alle Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, vollkommen anonym, Angaben zu unterschiedlichen klimatischen Themen und Fragstellungen zu machen. Eine wichtige Schlüsselfunktion kommt dabei der Möglichkeit zu, dass Punkte bzw. Orte von besonderem Interesse digital räumlich verortet und mit zusätzlichen Informationen verknüpft werden können. Ergänzend können Fotos, Grafiken, Audiokommentare hochgeladen werden, um Sachverhalte oder Situationen zu verdeutlichen.

Hier gelangen Sie direkt zur Beteiligungsplattform 

QR Code zum Fragebogen Klimaanpassung in Neumarktoder scannen Sie mit dem Smartphone den QR-Code!

 

Hintergrundinformationen:

Der Masterplan Klimaschutz, die regelmäßige Energie- und CO2-Bilanzierung und der Klimaschutz-Maßnahmenplan bilden die Grundlagen für eine klimagerechte Stadtentwicklung in Neumarkt . Dabei wurden bisher vor allem Aspekte des Klimaschutzes in den Fokus gestellt. Bei der Klimaanpassung ziehen bisher noch nicht alle Akteure an einem Strang.  Der Klimawandel ist zwar zunächst vor allem in weit entfernten Regionen, z.B. an Küsten und in Trockengebieten zu spüren, er wird aber auch in Deutschland und speziell bei uns in Bayern zu großen Herausforderungen führen. Der Klimawandel zwingt uns dazu, dass wir uns auf veränderte Lebensbedingungen einstellen. Zunehmende Hitzetage und Starkregenereignisse sind zwei Beispiele dafür.

Deshalb wollen wir, ja müssen wir uns im Hinblick auf die unausweichlichen Klimaänderungen Möglichkeiten und Wege suchen, wie dem auch hier vor Ort in Neumarkt begegnet werden kann. Der Stadtrat der Stadt Neumarkt i.d.OPf. hat deshalb am 4. August 2020 einen Grundsatzbeschluss für die Erarbeitung eines Klimaanpassungskonzeptes gefasst. Dieser Beschluss steht in Zusammenhang mit der Erneuerung der Ziele des sogenannten „Europäischen Konvents der BürgermeisterInnen“. Innerhalb von 2 Jahren haben wir uns dazu verpflichtet, ein Klimaanpassungskonzept zu erstellen. Besonders erfreulich ist es, dass die Stadt Neumarkt Ende letzten Jahres als eine von 8 Modellkommunen im Vorhaben „Klimagerechter Städtebau“ des Bayerischen Bauministeriums ausgewählt wurde. Neumarkt ist einmal mehr ganz vorne mit dabei, wenn Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene pilot- und beispielhaft erprobt und umgesetzt wird. Dieser Prozess ist mit einem Betrag von rund 85.000 Euro kalkuliert und und mit einem Zuschuss in Höhe von 60 % durch die Regierung der Oberpfalz finanziert.


Das Amt für Nachhaltigkeitsförderung arbeitet bei der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes für Neumarkt sehr eng mit dem Stadtplanungsamt zusammen. Das notwendige Fach- und Praxiswissen steuert das Büro Burghardt & Partner Ingenieure aus Kassel bei, die bereits zahlreiche Referenzen bei der Erstellung von Klimaanpassungskonzepten vorweisen können. Die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzeptes für die Stadt Neumarkt erfolgt in zwei Phasen zwischen April 2021 und April 2022. Im ersten Schritt wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt und insbesondere eine Klimaanalyse erstellt. Im zweiten Schritt erfolgt dann die Erarbeitung des eigentlichen Stadtklimakonzeptes mit Maßnahmenplanung.

In beiden Phasen hat die Stadt Neumarkt eine Bürgerbeteiligung vorgesehen. Jeder und jede ist herzlich eingeladen, sich im Rahmen der Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes mit einzubringen.  In der ersten Phase werden Daten gesammelt und ausgewertet und die entsprechenden fachlichen Grundlagen in Form von speziellen Themen- und Klimafunktionskarten erstellt. In dieser Phase ist es sehr hilfreich, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr „Alltags-Know how“, d.h. die eigenen Beobachtungen zum Thema Stadtklima einbringen. Dabei kann es z.B. darum gehen, Orte im Stadtgebiet zu benennen, die im Sommer besonders kühl oder besonders überhitzt sind oder auch Orte, wo es wiederholt zu Platzregen kommt oder Kanäle und Straßenabschnitte überschwemmt werden.

Im Rahmen der Datenanalyse wird aktuell zudem neben der Nutzung der Klimadaten von offiziellen Messstationen eine zusätzliche Messkampagne im Stadtgebiet mit stationären Datenloggern durchgeführt. Alle gesammelten Daten, auch die Beobachtungen der Bürgerinnen und Bürger, bilden am Ende von Phase 1 die Grundlage für die Maßnahmenentwicklung. In einer weiteren Bürgerbeteiligung in Form einer Ideenwerkstatt im Herbst, stehen deshalb Maßnahmen und Projekte im Vordergrund. Diese sollen dann neben den fachlichen Inputs der städtischen Ämter und der relevanten Akteure zum eigentlichen Klimaanpassungskonzept für die Stadt Neumarkt zusammengeführt werden.


Kontakt und weitere Rückfragen:

Ralf Mützel, Amtsleiter, Amt für Nachhaltigkeitsförderung, Tel. (09181)255-2608 oder E-Mail 

Bürgerhaus Neumarkt
Amt für Nachhaltigkeitsförderung
Fischergasse 1, Rathaus IV
92318 Neumarkt i.d.OPf.

Kontakt
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Fax 09181 255–2619
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