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4. Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz 2011

Konsum neu denken - Auswege aus der Ernährungsdiktatur

Die 4. Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz hat viel positive Resonanz sowohl von den Referentinnen und Referenten als auch von den Teilnehmern erfahren.

Alle Vorträge der Konferenz sind aufgezeichnet worden und können als Videomitschnitt angesehen werden.

Am Samstag nach der Konferenz konnten sich die Besucher der „Grünen Laune“ überzeugen, dass man nahezu alle Lebensmittel des täglichen Bedarfs aus Bio-, Fair Trade- oder regionalem Anbau direkt in Neumarkt oder der nahen Umgebung kaufen kann.

Darüber hinaus gab es jede Menge Informationen rund um das Thema „Nachhaltiger Konsum“ und ein tolles Rahmenprogramm. Der Markt lud zum Bummeln, Probieren und bewussten Einkaufen ein.

Flyer mit Grußwort

Programm

Flyer zum Grünen-Laune-Markt

TV-Werbung zum Grünen-Laune-Markt

 

 


Begrüßung und Eröffnung

Thomas Thumann, Oberbürgermeister der Stadt Neumarkt i.d.OPf.

 

 

Das Video der Begrüßung von Oberbürgermeister Thomas Thumann

 

 

 

 

 

Dr. Franz Ehrnsperger, seit 1971 geschäftsführender Gesellschafter der Neumarkter Lammsbräu.

 

 

 

Das Video der Eröffnung von Dr. Franz Ehrnsperger

 

 

 

 
Von der Bio-Modellstadt zur Bio-Metropole

Dr. Peter Pluschke, Stadt Nürnberg, Umweltreferent/berufsmäßiger Stadtrat

  • 1970 bis 1976: Studium der Chemie an der Justus-Liebig-Universität, Gießen und an der Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen
  • 1976 bis 1981: Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Physikalische und Theoretische Chemie I der Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen - Promotion in Physikalischer Chemie über die elektrochemische Oxidation von para-Phenylendiaminen
  • 1981 bis 1986: Tätigkeit bei der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit/GTZ in den Funktionen Projektmanager im Bereich Angepasster Technologie, Leiter Fachbereich Forschung und Entwicklung, Koordinator für Projekte und Aufgaben der GTZ im Umweltschutz
  • 1987 bis 2002: Tätigkeit im Chemischen Untersuchungsamt der Stadt Nürnberg in den Funktionen Leiter des Wasserlabors, Abteilungsleiter Umweltüberwachung und (ab 1990) als Amtsleiter
  • 2002 bis 2005: Programmleiter des deutsch-marokkanischen Umweltprogramms mit Sitz in Rabat/Marokko für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit/GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit/BMZ;
  • 2006 bis 2008: Mitglied der Werkleitung des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg/SUN
  • 2008 bis 2020: Berufsmäßiger Stadtrat als Referent für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg.

Das Video vom Vortrag von Dr. Peter Pluschke

 

Impulsreferat I:
Ernährungs- und Agrarindustrie in der Sackgasse – Was müssen wir tun?

Bärbel Höhn, MdB, Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherministerin Nordrhein-Westfalen a.D., Diplom Mathematikerin

  • 1978 bis 1990: wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Duisburg
  • 1985 bis 1989 Mitglied im Rat der Stadt Oberhausen
  • 1990 bis 2005 Mitglied des Landtages NRW
  • 1990 bis 1995 Fraktionssprecherin der Grünen Fraktion im Landtag
  • 1995 bis 2000 Ministerin für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 2000 bis 2005 Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
  • seit Oktober 2005 Mitglied des deutschen Bundestages
  • November 2005 - Mai 2006 Vorsitzende des Bundestagsauschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • seit Mai 2006 stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag und politische Koordinatorin des Fraktions-Arbeitskreises II (Umwelt & Energie, Verbraucher & Agrar, Verkehr & Bau, Tourismus, Sport)
  • Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  • seit Mai 2010 Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union

Das Video vom Vortrag von Bärbel Höhn

 

Impulsreferat II:
Visionen und Wege zur nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft 

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald ist seit 1988 Vorstand der Schweisfurth-Stiftung für nachhaltige Ernährungswirtschaft in München.

  • Als Honorarprofessor für Agrar-, Umwelt- und Ernährungsethik forscht und lehrt er an der Humboldt Universität Berlin. Mit der Shanghai Academy of Social Sciences vermittelt er seit 2003 als Gastprofessor Wissen um nachhaltige Entwicklung an chinesische Unternehmer und Wirtschaftsführer sowie an Vertreter der politischen Administration verschiedener chinesischer Provinzen.
  • Auch in Deutschland berät er Ministerien in der Gestaltung von Politikfeldern, die mit Umwelt, Land- und Lebensmittelwirtschaft sowie mit Verbraucherschutz zu tun haben. Seit 1984 arbeitet er als selbständiger Unternehmensberater und systemischer Coach.

 

Karl Schweisfurth, 1959 geboren, zwei Geschwister, verheiratet, drei Kinder
Geschäftsführer der Herrmansdorfer Landwerkstätten Glonn GmbH & Co. KG für handgemachte Lebens-Mittel in Ökologischer Qualität mit eigener Landwirtschaft, Metzgerei, Bäckerei, Käserei, Brauerei, Wirtshaus und Geschäften in München.

Familiärer Hintergrund:

  • Als Sohn von Karl Ludwig und Doris Schweisfurth bin ich in Herten in einem sehr traditionsreichen Metzger-Unternehmen aufgewachsen.
  • 1897 gründete Ludwig Schweisfurth seine Metzgerei in Herten, Sohn Karl Schweisfurth entwickelte daraus eine Fleischfabrik mit Zweigwerken in Deutschland und ganz Europa. Karl Ludwig Schweisfurth modernisierte das Unternehmen mit der Marke „Herta – wenn´s um die Wurst geht“ und weitete es zu einem der größten Wurstkonzerne Europas aus. Schon früh habe ich mich mit unserem Familienunternehmen identifiziert, viele Entwicklungen intensiv mitverfolgt und als Schüler mitgearbeitet. Enge Kontakte zu Mitarbeitern waren bei uns üblich. Trotzdem lehnte ich als junger Erwachsener die Dimension des Unternehmens ab und wollte das Unternehmen nicht weiterführen.

Beruflicher Werdegang:

  • 1979 bis 1981: Nach dem Abitur in Herten: landwirtschaftliche Lehre auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Landstuhl, Rheinlandpfalz und auf dem Limburger Hof, Versuchsgut der BASF, Ludwigshafen. Dieser Berufswunsch knüpfte an die frühe Verantwortung für die betriebseigene Rinderherde an und entspricht der guten Familientradition, die Ausbildung mit einer Lehre zu beginnen.
  • 1981 bis 1987: Studium der Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Pflanzenbau und Agrargeschichte an der Universität Stuttgart Hohenheim. Während dieser Zeit Auslandsaufenthalte auf landwirtschaftlichen Betrieben in Frankreich und der Türkei.
  • Ab 1988: Aufbau landwirtschaftlicher Beratungsorganisationen für ökologische Betriebe in den neuen Bundesländern im Auftrag der Schweisfurth-Stiftung. Schwerpunkt der Beratung waren Fragen von Verarbeitung auf dem Hof erzeugter Produkte sowie deren Vermarktung.
  • Parallel dazu Pädagogikstudium mit dem Ziel, zusammen mit seiner Frau, die Gymnasiallehrerin für Deutsch und Geschichte ist, eine landwirtschaftlich orientierte Schule oder ein Landschulheim aufzubauen.
  • Anfrage seines Vaters, ihm beim Aufbau und der Weiterentwicklung der Herrmannsdorfer Landwerkstätten zu helfen, die er nach dem Verkauf der Firma Herta 1986 gegründet hat. Zusammen mit seiner Frau entschied er sich für diese neue Herausforderung.
  • 1994 bis 1996: Nachdiplom Studium in Betriebswirtschaft an der Hochschule St. Gallen, Schweiz. Begleitend dazu Assistenz der Geschäftsleitung in verschiedenen Unternehmen. Dies ermöglichte ihm lehrreiche Einblicke in bedeutende Lebensmittelunternehmen, so z.B. bei Tegut … gute Lebensmittel, Fulda, Stastnik in Wien, Molkerei Söbbeke, Gronau und andere. Besonders die Erfahrung bei Tegut war ausgesprochen wertvoll und er ist bis heute in gutem Kontakt zu diesem Unternehmen.

Aktuelle Tätigkeit:

  • 1996: Übernahme der Geschäftsführung der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, Glonn bei München. Das Unternehmen war damals noch in der Aufbauphase und seine Aufgabe war es, die dauerhafte Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Heute hat Herrmannsdorf ein Netz von 90 Vertrags-Landwirten, die regelmäßig liefern, 180 Mitarbeiter, 13 Mio. € Umsatz, 12 eigene Filialen und zählt ca. 80 überwiegend selbständige Naturkostfachgeschäfte und Restaurants zu seinen Kunden. Die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung der ökologischen Landwirtschaft (Weideschweinehaltung, 2-Nutzungs-Hühner etc.), der Verarbeitung und der Vermarktung gewährleistet weiterhin eine Pionierstellung im Markt für ökologische Lebensmittel, der in den letzten Jahren stark gewachsen ist.
  • Als Landwirt ist ihm die Weiterentwicklung und der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ein ganz besonderes Anliegen. Die Einladung zu zahlreichen Vorträgen (z.B. zum Thema „Ethisch Essen“), Klausurtagungen und Presseterminen ermöglicht es immer wieder, dieses Anliegen zu verbreiten.
  • 2002 bis 2005: Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AOEL), ein neuer Fachverband der Hersteller Ökologischer Lebensmittel.

Das Video vom Vortrag von Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald und Karl Schweisfurth

 

Podiumsdiskussion: Konsum neu denken – Impulse für die Zukunft der Ernährung

Moderation: Dr. Horst Hamm, Stv. Chefredakteur natur & kosmos

Teilnehmer: Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Karl Schweisfurth, Bärbel Höhn, Dr. Ursula Hudson, stv. Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Joseph Wilhelm, Gründer und Vorstand der Rapunzel Naturkost AG, Biopionier

 

 

 

 

 

Dr. Phil. Ursula Hudson; Promotion München 1993; bis 1996 Wissenschaftliche Assistentin am Fachgebiet Interkulturelle Germanistik der Universität Bayreuth; seit 1996 Lehrtätigkeit an den Universitäten von Cambridge und Oxford (UK); Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik e.V.; seit Februar 2009 Stellvertretende Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V.; lebt und arbeitet in Deutschland und in Großbritannien.

Neuere Veröffentlichungen und Vorträge zu Kulturthematischen Praxis, Kulinarischer Bildung, Küchenbüchern, sowie zur kulinarischen künstlerischen Geselligkeit.
Ihr Arbeitsschwerpunkt ist das alimentäre Handeln des Menschen und dessen vielfältige Konsequenzen. Denn alle Entscheidungen, die mit dem weiten Themenfeld Essen zu tun haben, haben Auswirkungen – individuell, sozial, ökonomisch und ökologisch. Essenshandeln muss vernetzt gedacht und in Zusammenhänge von Gesundheit, Ökologie, Landwirtschaft, sozialer Gerechtigkeit, Natur-und Tierschutz, Nachhaltigkeit eingebettet werden, damit sich kulinarisches Wissen und Kompetenz können.

Ursula Hudson zeigt auf wie diese komplexen Zusammenhänge vom Kochtopf und von der Freude an guten Lebensmitteln her zu denken sind. Ausgangspunkt ist der bewusste Genuss, die erlebte Freude am Essen, die durch Wissen und Kompetenz zu einer nachhaltigen Alltagskompetenz reifen kann.

 

Fachforum I:
Konsum neu denken - Die Verantwortung der Unternehmen

Moderation: Ralf K. Stappen ist Geschäftsführer der im Jahr 2000 gegründeten SP-Group Beratungsagentur für Nachhaltigkeit, einem Dienstleistungsunternehmen welches auf Nachhaltigkeitsstrategien in der Kommunal- und Unternehmensentwicklung, Klimaschutz und Clean Tech spezialisiert ist.

Der Nachhaltigkeitswissenschaftler arbeitete vor der Gründung der SP-Group als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter (TELE 21-Regionalmanagement Neumarkt) an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (1998-2000) und war Gesamtprojektleiter des Altmühltal-Agenda 21 Projekts (1995-1999) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Franz von Assisi Akademie zum Schutz der Erde e.V., eines der ersten Nachhaltigkeitsprojekte (25 Teilprojekte zur nachhaltigen Regional- und Kommunalentwicklung) in Deutschland. Von 1995 bis 2010 leitete bzw. begleitete er mehrere Pilot- und Modellprojekte im Bereich Nachhaltigkeitsstrategien, u.a. das Modellprojekt Zukunftsfähiges Neumarkt, das Modellprojekt "Visionen für Ingolstadt" , das Transferprojekt Kommunale Nachhaltigkeitsstrategie (im Auftrag des Freistaats Bayern), sowie aktuell das Modellprojekt Nachhaltiges Garmisch-Partenkirchen (Beitrag der Olympiabewerbung München 2018).

Ralf K. Stappen ist Mitglied des Network for Science and Technology for Sustainability (ISTS Harvard), seit 1989 Mitglied der Internationalen Akademie der Wissenschaft - Deutsche Sektion war Mitglied der EU Expert Group on the Urban Environment (Sachverständigenrat der EU-Kommission), des Unterarbeitskreis Kommunale Agenda 21 des Freistaats Bayern, MWG der Global Reporting Initiative (2001-2003), sowie u.a. Delegierter des Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002 in Johannesburg. Ehrenamtlich ist er als Sekretär der Franz von Assisi Akademie zum Schutz der Erde e.V. und stv. Vorsitzender des Umweltausschuss des Bistums Eichstätt / Diözesanrat tätig.

Das Vorwort von Ralf K. Stappen

 

Vision und Umsetzung eines werteorientierten, zukunftsfähigen Wirtschaftens

Dr. Franz Ehrnsperger, 1946 geboren in Neumarkt. Nach dem Abitur Studium an der TH in München-Weihenstephan mit Abschluss als Dipl.-Braumeister, anschließend Studium an der Universität in München mit Abschluss als Dipl.-Kaufmann und Promotion zum Dr. rer. pol.

Technische und kaufmännische Berufsausbildung in verschiedenen Betrieben. Seit 1971 geschäftsführender Gesellschafter der Neumarkter Lammsbräu.

Die Brauerei und Mälzerei wurde unter der Leitung von Dr. Franz Ehrnsperger in den vergangenen 30 Jahren zu einem ökologischen Vorzeigebetrieb weiterentwickelt.

Nachhaltigkeit im umfassenden Sinn ist das oberste Unternehmensziel. So wurde die komplette Malz- und Bierproduktion auf Bio-Produktion umgestellt. Neumarkter Lammsbräu brachte bereits 1998 die erste Bio-Limonade unter der Marke "Honey SAPS" auf den Markt. Diese wurde unter der Marke "now" im Markt positioniert.

Inzwischen wurden unter dem Nachhaltigkeitsgesichtspunkt der optimalen Ressourcennutzung weitere Bio-Produkte aus Brauereinebenprodukten entwickelt, wie z.B. Bio-Heilpilze und Bio-Primärhefe.

Das Video vom Vortrag von Dr. Franz Ehrnsperger

 

Von Fair Trade zu Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen

Dr. Alexander Fonari, geb. 1968, Politikwissenschaftler, Dipl.-Theologe, Bankkaufmann, geschäftsführender Vorstand / Leiter der Geschäftsstelle Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

Veröffentlichungen (Auswahl):

  • A. Fonari / N. Stamm (Hg.), Entwicklungspolitik in Bayern - Analysen und Perspektiven, München und Augsburg 2009
  • A. Fonari / V. Führ / N. Stamm (Hg.), Sozialstandards in der öffentlichen Beschaffung, Hannover und Augsburg 2009
  • A. Fonari / N. Stamm, Kommunen und Eine Welt, Augsburg 2010
  • A. Fonari / N. Stamm (Hg.), Fünfter Runder Tisch Bayern: Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen, Augsburg und München 2011

Das Video vom Vortrag von Dr. Alexander Fonari

 

Von Hand in Hand zum One World Award – authentische soziale Unternehmensaktivitäten

Joseph Wilhelm, Biopionier und Aktivist. Iist Gründer und Vorstand von RAPUNZEL NATURKOST AG in Legau/ Deutschland.
Er startete seine landwirtschaftliche Laufbahn auf dem elterlichen Hof im schwäbischen Großaitingen. Schon früh bereiste er das Ausland. Nach einer biologisch-dynamischen Ausbildung eröffnet er 1974 zusammen mit Jennifer Vermeulen einen der ersten Bioläden Deutschlands mit Biogärtnerei und Holzofenbäckerei. 1976 gründen sie die Lebensmittelverarbeitung und Großhandel "RAPUNZEL". Heute ist RAPUNZEL einer der größten Hersteller für biologische Lebensmittel in Deutschland, der seine Produkte in mehr als 30 Länder exportiert.
Joseph Wilhelm gründete mit dem RAPUNZEL Türkeiprojekt eines der größten Bioanbau- und Verarbeitungsprojekte der Türkei. Die Verknüpfung von fairem Handel und Bioanbau ist ein weiteres zentrales Anliegen seines Einsatzes. Zahlreiche Projekte weltweit wurden mit Geldern aus dem von ihm gegründeten HAND IN HAND-Fonds gefördert.
Joseph Wilhelm engagiert sich gegen Agro-Gentechnik, z.B. 2007 und 2009 mit seinem Marsch Genfrei Gehen quer durch Deutschland und von Berlin nach Brüssel.

Das Video vom Vortrag von Joseph Wilhelm

 

100% Bio in Schulen und Kitas

Carola Petrone, geb. 1971 in München, Geschäftsführerin von Il Cielo Bio-Catering

Bereits in jungen Jahren entdeckte sie nach einer kaufmännischen Ausbildung ihre Liebe zum Kochen. Nach der Geburt ihres dritten Kindes machte sie ihr Hobby zum Beruf und gründete 2005 „IL CIELO“ Bio-Catering.

Kinderverpflegung braucht ein Gesicht. In sieben dezentralen Küchen werden daher bis zu 4000 Essen täglich in 100 % Bio-Qualität frisch gekocht.

Nach verschiedenen Fortbildungen im Bereich der Ernährungsberatung und dem Hospitality Management gibt Carola Petrone ab 2012 ihr Fach- und Praxiswissen auch in Seminaren und Coachings weiter.

Das Video vom Vortrag von Carola Petrone

 

Fachforum II:
Konsum neu denken - in Stadt und Region

Moderation: Ralf Mützel, Dipl. Geograph, Jahrgang 1968

Geschäftsführer Bürgerhaus Neumarkt,
Leiter des Büros für Soziale Stadt und Lokale Agenda 21
Aufgaben: Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Beteiligungsorganisation

seit 2003 bei der Stadt Neumarkt i.d.OPf. zuständig für die Bereiche Lokale Agenda 21, Bürgerschaftliches Engagement, Klimaschutz, Bildung für nachhaltige Entwicklung, insgesamt seit 1999 im Bereich Lokale Agenda 21 und Bildung für nachhaltige Entwicklung tätig (u.a. im Umweltbildungszentrum Oberschleichach, Landkreis Haßberge).

Das Vorwort von Ralf Mützel

 

Der regionale Nachhaltigkeitskompass für bewusstes Einkaufen

Frank Braun, geb. 1965, Verheiratet, 2 Kinder, Gründer und Vorsitzender von Bluepingu e.V. Informatik-Betriebswirt, beschäftigt bei Siemens AG, Bereich Mobilität und dort im Service. Seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich engagiert zu Themen wie Soziale Gerechtigkeit, Fairtrade, Bewusster Konsum.

  • 1992: Gründung Menschen ohne Grenzen - Hilfe zur Selbsthilfe für Flüchtlinge im Bosnien Krieg
  • 2008: Gründung Bluepingu e.V. Bluepingu will Menschen Impulse geben, um selbst wieder aktiv am Bau der Gesellschaft von Morgen teilzunehmen. Dabei sieht Bluepingu den Schlüssel in regionalen Lösungen und in den Themen Konsumverhalten - Engagement - Bildung.
  • 2009: Initiator der Bewerbung Nürnbergs als Fairtrade Stadt
  • 2010: Veröffentlichung des Regionallotsen in Buchform.

Gewinner des lokalen deutschen Nachhaltigkeitspreises Zeitzeichen 21 in der Kategorie Initiativen
Nürnberg wird Fairtrade Stadt. Vorsitz Steuerungsgruppe: Fairtrade Stadt Nürnberg

Das Video vom Vortrag von Frank Braun

 

Erhaltung der Lebensgrundlagen durch regionale Lebensmittel

Michaela Steiner, geb.: 19.04.1971, Herkunft aus einem landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb - Landkreis FFB

  • seit 2000: Selbstständig in der regionalen Vermarktung von land- und
    forstwirtschaftlichen Produkten
  • Beauftragte für das Lebensmittelhandwerk und Gastronomie der UNSER LAND GmbH -Inhalt: Schulungsprogramme und Marketingkonzepte für Bäcker, Metzger, Gastwirte
  • Betreuung des Sonnenackerprojekts im DACHAUER LAND
  • Betreuung der Solidargemeinschaften im UNSER LAND Netzwerk
  • Pressearbeiten und Organisation von bewußtseinsbildenden Aktionen
  • seit 2004: 1. Vorsitzende der DACHAUER LAND Solidargemeinschaft e.V.
  • seit 2008: Vorstandschaft des Amper-Taler Regio e.V. (Regionalwährung)
  • seit 2009: 3. Vorsitzende des UNSER LAND Netzwerkes

Das Video vom Vortrag von Michaela Steiner

 

Regionale Produkte und Regionalvermarktung im Landkreis Neumarkt

Uwe Krappitz, Jahrgang 1956, hat 1982 das Studium der Gartenbauwissenschaften an der TU München/Weihenstephan abgeschlossen. Bald darauf ging er als freiberuflicher Berater nach Campinas/Brasilien. Seine dortigen Tätigkeitsschwerpunkte waren die Beratung von Kreisverwaltungen bei der Bürgerbeteiligung in Planungs- und Umweltverfahren sowie der Aufbau interaktiver Umwelterziehungszentren an öffentlichen und privaten Schulen. Gleichzeitig bewirtschaftete er zusammen mit brasilianischen Partnern einen der ersten Biobetriebe im Bundesstaat São Paulo. 1992 war er am "Global Forum" auf der großen Agenda 21 Konferenz in Rio de Janeiro beteiligt.

Nach 7 Jahren in Campinas wechselte er zur GTZ als deutscher Koordinator im brasilianisch-deutschen Kooperationsvorhaben "PRORENDA - Armutsbekämpfung durch Selbsthilfeförderung von Kleinbauern" im Bundesstaat Rio Grande do Sul/Brasilien. Tätigkeitsschwerpunkte waren hier die Aus- und Fortbildung, Organisationsentwicklung sowie partizipative Planungs- und Managementmethoden für die Organisationen der Kleinbauern.

1996 entschied sich die Familie zur Rückkehr nach Deutschland, wo Uwe Krappitz 1997 die Möglichkeit bekam, als Pionier das Regionalmanagement für eine nachhaltige Entwicklung des Landkreises Neumarkt i.d.OPf aufzubauen. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der Regionalen Innovationsagentur, Regina GmbH, die seit nunmehr 14 Jahren die Landkreisentwicklung im Sinne der Agenda 21 vorantreibt. In diesem Zusammenhang kann er auf langjährige Erfahrungen zum Thema Regionalvermarktung zurückgreifen.

Uwe Krappitz ist Mitbegründer und Mitglied im deutschen Netzwerk "Regionen im Dialog" e.V. sowie Sprecher des "Kompetenznetzwerks Regionalmanagements in Bayern - Bayern Regional". Neben dem Regionalmanagement der Regina GmbH ist er auch weiterhin als Berater, Gutachter und Trainer in der Entwicklungszusammenarbeit tätig.

Das Video vom Vortrag von Uwe Krappitz

 

Re-Regionalisierung durch einen genossenschaftlichen Dorfladen

Britta Renner, Jahrgang 1957, Vorstand Schlossmarkt Windach

  • 1977 bis 1984: Studium der Geographie, Ökologie und Bodenkunde an der LMU in München
  • 1984 bis 1989: Freiberuflich tätig in den Bereichen: Biotop- und Standortskartierung, Erstellung von Interpretationsschlüsseln zur Kartierung neuartiger Waldschäden, Bundeswaldinventur, UVP, Luft- und Satellitenbildauswertung und -interpretation
  • 1989 bis 1990: Ausbildung zur Organisationsprogrammiererin
  • 1990 bis 1993: Support von KE-Produkten in einem Softwarehaus
  • Seit 1994 freiberuflich tätig im organisatorischen Bereich bei verschiedenen Unternehmen sowie der FrauenAnstiftung (bis 1997), bodenkundliche Projektarbeit in Grundschule und Kindergarten
  • 2007 Gründungsmitglied der Bürgerinitiative lebendiger Ortskern (e.V. seit 2010)
  • 2008 Gründung der Schlossmarkt Windach eG
  • 2008 - 2010 stellv. Aufsichtsratsvorsitzende (Aufgabengebiete bis zur Eröffnung: Ladenplanung, Beschaffung des Inventars, Lieferanten, Biosortimentsplanung)
  • seit Mai 2010 Vorstand der Genossenschaft

Das Video vom Vortrag von Britta Renner

 

Ergebnisse der Kinderakademie "Plant for the Planet"

Das Video zur Kinderakademie

 

Zusammenfassung und Ausblick

Walter Janka, Berufsschule Neumarkt; Birgitt Rupp, 2. Vorsitzende Eine Welt Laden Neumarkt e.V.

Das Video zur Zusammenfassung

 

Schlusswort

Bürgermeisterin Ruth Dorner, Agenda 21-Beauftragte der Stadt Neumarkt

Schlusswort von Ruth Dorner

 

 

 

 

 

 


Nachhaltigkeit konkret:
Der Grüne-Laune-Markt

Am Tag nach der Konferenz gab es in der Neumarkter Innenstadt, vor dem Rathaus, den ganzen Tag über zahlreiche Infostände sowie eine Showbühne mit vielen Aktivitäten. Einen kleinen Eindruck von der Konferenz und vom "Grüne-Laune-Markt" gibt es hier:

Bürgerhaus Neumarkt
Amt für Nachhaltigkeitsförderung
Fischergasse 1, Rathaus IV
92318 Neumarkt i.d.OPf.

Kontakt
Tel. 09181 255–2600
Fax 09181 255–2619
E-Mail buergerhaus@neumarkt.de

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