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Klimaforum im Bürgerhaus

Klimaforum im Bürgerhaus

Am vergangenen Dienstag hat sich im Bürgerhaus Neumarkt das Klimaforum der Stadt Neumarkt getroffen. Unter den Teilnehmern waren Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrates, der Verwaltung, der Organisationen und der Neumarkter Wirtschaft. Das Klimaforum ist eine Austauschplattform zum kommunalen Klimaschutz in der Stadt Neumarkt, es werden Anregungen gegeben und neue Vorschläge gesammelt.

Oberbürgermeister Thomas Thumann gab zunächst einen Überblick über den Klimaschutz in der Stadt Neumarkt und stellte sowohl verwirklichte Projekte wie das Netto-Plus-Energie-Verwaltungsgebäude der Stadtwerke als auch geplante Maßnahmen wie das Förderprogramm zur E-Mobilität vor. Thumann hob dabei hervor, dass die Stadt Neumarkt mit dem Beitritt zum Klimabündnis im März 2008 und der Unterzeichnung des Europäischen Konvents der Bürgermeister im Februar 2009 den Klimaschutz ins Zentrum der Stadtpolitik gestellt hat.

Weiterer Tagesordnungspunkt  war das städtische Förderprogramm zu Gebäudesanierung und energetischem Bauen „Faktor 10“. Marion Burkhardt von der Beratungsstelle Klimaschutz und Energie im Bürgerhaus gab einen Überblick über den aktuellen Stand zur Umsetzung des Programms. Demnach sind im laufenden Jahr 2011 aktuell Fördermittel in Höhe von ca. 300.000 Euro beantragt. Bisher stehen fast ausschließlich Wohngebäude im Fokus einer Förderung. Burkhardt betonte, dass die Fördermittel für energetische Sanierungsmaßnahmen auch bei Nichtwohngebäuden, z.B. von Neumarkter Vereinen und Wirtschaftsbetrieben in Anspruch genommen werden können.

Weitere Referentin des Abends war Andrea Dembowski von der Handwerkskammer in Nürnberg und Leiterin der bayernweiten QuB-Stelle. Sie stellte das Umweltmanagement „QuB – Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe“ vor. Betriebe, die sich nach QuB zertifizieren lassen, erhöhen ihre Rechtssicherheit „im Dschungel der Umweltgesetze“,  erzielen finanzielle Einsparungen z.B. durch Senkung der Energiekosten, optimieren ihre Organisationsstruktur und steigern ihr Image durch das Engagement im Umweltschutz. Die Kosten für die Einführung eines Umweltmanagements nach QuB sind für den Betrieb überschaubar, da 50 % vom Bayerischen Umweltministerium gefördert werden. So verbleiben für den Betrieb etwa 1.100 Euro einschließlich der Zertifizierungskosten. Gerade für kleine und mittlere Betriebe im Bereich des Handwerks und des Handels, aber auch für Verwaltungseinrichtungen bietet sich laut Dembowski die Einführung dieses Umweltmanagements an, da die Vorteile klar auf der Hand liegen.

Als weiteren Programmpunkt stellte Ralf Mützel, Leiter des Büros für Soziale Stadt und Lokale Agenda 21 im Bürgerhaus das Klimaschutzprogramm im Stadtleitbild „Neumarkt – Starke Stadt“ vor, das durch den Stadtrat der Stadt Neumarkt im Juli 2010 beschlossen wurde. Aus den Reihen des Klimaforums kamen hierzu weitere Anregungen und Vorschläge. Ein Teilnehmer regte an, dass bei der Nutzung der Abwärme aus der Industrie bedarfsorientierte Wärmelieferungen an die Neumarkter Haushalte erfolgen sollten. Hierbei könnten Wärmepumpen zum Einsatz kommen, um die Temperatur auf ein entsprechendes Niveau zu bringen. Bei Passivhausenergiestandard hingegen würde ggf. die bestehende Temperatur ausreichen. Die Teilnehmer des Klimaforums plädierten darüber hinaus für den Einsatz von  dezentralen, mit regenerativer Energie betriebenen Blockheizkraftwerken in Wohngebieten. Hierbei sollte das so genannte „Schwarmprinzip“  stärkere Beachtung finden, das mehrere kleine Kraftwerke zusammenschalten kann, um bei Bedarf größere Leistungen abrufen zu können. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Optimierung des städtischen Förderprogramms, z.B. durch die Anpassung der Fördermittel in einzelnen Bereichen, um den Anreiz bei den Neumarkter Bürgerinnen und Bürgern weiter zu erhöhen. In diesem Zusammenhang ist es vorgesehen, die zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsarbeit weiter zu verstärken.

Einig waren sich die Teilnehmer des Klimaforums darin, dass der beste Klimaschutz darin besteht, Energie erst gar nicht zu verbrauchen. Der  Energieeinsparung und der Energieeffizienz sollte daher höchste Priorität eingeräumt werden. „Deshalb befindet sich die Stadt Neumarkt gerade mit dem Förderprogramm zum energetischen Sanieren und Bauen auf dem richtigen Weg“ betonte Bürgermeisterin und Klimaschutzreferentin Ruth Dorner.

Abschließend wurde auch der wichtige Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit und der Bewusstseinsbildung hervorgehoben. Klimaschutz und Energieeinsparung ist aus Sicht des Klimaforums noch nicht in aller Breite bei der Bevölkerung angekommen.

von Marion Burkhardt

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