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Integration in Neumarkt funktioniert!

Foto Herbert Meier: Die Akteure des Interkulturellen Forums (v.r.n.l.): Schulamtsdirektor Franz Hübl, Marianne Schott, Inge Gmelch, Anita Dengel, Birgitt Rupp, Helga Göllner, Gundel Deininger und Ralf Mützel.

Foto Herbert Meier: Die Akteure des Interkulturellen Forums (v.r.n.l.): Schulamtsdirektor Franz Hübl, Marianne Schott, Inge Gmelch, Anita Dengel, Birgitt Rupp, Helga Göllner, Gundel Deininger und Ralf Mützel.

Beim Interkulturellen Forum am vergangenen Donnerstag im Bürgerhaus wurden schulische und außerschulische Maßnahmen zur Förderung  der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt Neumarkt vorgestellt.

Stadtrat und Integrationsbeauftragter Rainer Hortolani begrüßte die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums und verwies auf die zahlreichen gut funktionierenden schulischen und außerschulischen Integrationsmaßnahmen in Neumarkt, wodurch die Stadt immer wieder als Vorbild für Integration in der Region und darüber hinaus genannt wird. Dies unterstreicht auch der regelmäßige Besuch im Forum von Monika Kapulla, Integrationsbeauftragte bei der Regierung der Oberpfalz.

Intergration an den Schulen
Schulamtsdirektor Franz Hübl gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Integrationsmaßnahmen an den Grund- und Mittelschulen, die sich insbesondere auf die Sprachförderung beziehen. Zunächst ist hier der Vorkurs Deutsch hervor zu heben, eine Fördermaßnahme für Vorschulkinder mit nichtdeutscher Erstsprache, bei der die Neumarkter Grundschulen eine enge Kooperation mit den Kindergärten eingegangen sind. In der Stadt Neumarkt führen die Grundschulen Bräugasse, Theo-Betz, Wolfstein sowie Woffenbach Vorkurse mit aktuell über 80 Kindern durch.
Für Schulkinder gehören zu den Fördermaßnahmen an den Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbereich Neumarkt Deutschförderklassen, Deutschförderkurse als begleitende Maßnahme sowie ab dem nächsten Schuljahr die Einrichtung einer sogenannten Übergangsklasse für Schüler ohne Deutschkenntnisse. Weitere Bemühungen, die zum Gelingen der Integration an den Schulen beitragen ist laut Hübl die interkulturelle Erziehung als wichtiger Bestandteil der fächer- und jahrgangsstufenübergreifenden Leitthemen oder auch der Islamische Unterricht in deutscher Sprache.
Hübl ging auch auf die Grenzen der Integrationsförderung an den Schulen ein und verwies auf die Wichtigkeit der Integration im täglichen Umgang miteinander sowie auf die notwendige enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren der Integration.

Integrationsangebote des Bürgerhauses
Einer dieser Akteure ist das Bürgerhaus der Stadt Neumarkt. Hier werden seit 2004 regelmäßige Angebote bereitgestellt, um die Integration in Neumarkt zu fördern. Dabei geht es vor allem um das informelle Lernen, das Lernen im und für den Alltag sowie insbesondere auch um die Begegnung von Menschen. Hierzu gibt es im Bürgerhaus Kurse, Beratungsangebote bis hin zur gemeinsamen Freizeitgestaltung.
Birgitt Rupp, Projektkoordinatorin im Bürgerhaus stellte die beiden Projekte „Lesen macht schlau“ sowie „Land und Leute“ vor. Geht es beim erstgenannten um Grundschulkinder, die jeden Donnerstag ab 14.00 Uhr ihre Lesefähigkeiten in der deutschen Sprache verbessern, richtet sich das zweitgenannte Projekt an Erwachsene, die ihr Herkunftsland durch Erzählung, Fotos, Folklore, Musik und kulinarische Kostproben vorstellen. Insgesamt 15 Veranstaltungen wurden bisher durchgeführt – als nächstes steht am Donnerstag, 13. Juni um 19.00 Uhr Paraguay auf dem Programm.
Inge Gmelch leitet jeden Freitag Vormittag den „Deutschkurs für junge Mütter“, bei dem die Teilnehmerinnen aktuell das Sprachniveau A2 anstreben. Anita Dengel, Projektleiterin „Bündnis für Familien“ organisiert das Projekt „Teilzeitausbildung“. Hierdurch wurden bisher 12 Teilzeitausbildungsstellen für alleinerziehende Mütter bei Neumarkter Betrieben geschaffen -  5 der Teilnehmerinnen haben  Migrationshintergrund.
Gundel Deininger und Marianne Schott präsentierten die Angebote der Initiativgruppe zur Betreuung ausländischer Kinder und Familien, die rein ehrenamtlich geleistet werden. Hierzu gehören Deutschkurse für Anfänger und Fortgeschrittene sowie jeden Dienstag und Mittwoch die Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder.

Schließlich stellte Helga Göllner das „Café der Welt“ vor. Seit Jahren ist diese Einrichtung ein gern besuchter Treffpunkt im Bürgerhaus. Neumarkter Bürger jeden Alters aus verschiedenen Ländern der Welt treffen sich zum Austausch und für unterschiedliche Unternehmungen am Donnerstagvormittag ab 9:00 Uhr.

von Ralf Mützel

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