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"Stille Helden 2016" ausgezeichnet

Foto: Dr. Franz Janka

Foto: Dr. Franz Janka

Der zehnte Neujahrsempfang in Neumarkt hat sich erneut als abwechslungsreiche, vielseitige Veranstaltung präsentiert. Die Ansprache von Oberbürgermeister Thomas Thumann, der Vortrag des Ex-Geheimagenten Leo Martin, die Verleihung der Auszeichnung "Stille Helden" und die musikalische Umrahmung durch das Saxophonquartett "Fiasco Classico" boten den entsprechenden Rahmen.

Über 450 Gäste konnte Oberbürgermeister Thumann dazu im Historischen Reitstadel in Neumarkt willkommen heißen. In seiner Ansprache griff Oberbürgermeister Thumann die Themen Terrorismus, das Wort des Jahres "Postfaktisch" und das Unwort des Jahres "Volksverräter" auf und verband sie zu einem kritischen Blick auf das Zeitgeschehen. Sein Appell lautete, dass die Menschen nicht in Sorge und Angst steckenbleiben und sich in ihren Entscheidungen nicht von falsch geschürten Emotionen leiten lassen sollten. Seiner Ansicht nach dürften auch durch die sozialen Medien manipulierte Gefühle nicht die Fakten verdrängen und so Entscheidungen und Handlungen in einem Maße beeinträchtigen, wie dies etwa beim "Brexit" oder der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im letzten Jahr geschehen sei. "Längst haben Facebook, Twitter und Co. eine Plattform geschaffen, wo sich jeder über alles und jeden ungeniert auslassen und zu jeder Sachlage ohne geringste Kenntnisse äußern kann", so Neumarkts Oberbürgermeister Thumann. Auf diese Weise werde eine mediale Welt hergestellt "in der jede Unwahrheit verbreitet, jeder haltlose Verdacht zur Gewissheit aufgebaut und auch Hass und Verleumdung gestreut werden können."

Auch für Neumarkt gelte es, sich an die Tatsachen zu halten und diese seien äußerst positiv. Bereits zum 5. Mal in Folge könne die Stadt zum Jahresbeginn ein Bevölkerungswachstum aufweisen auf inzwischen 39.903 Bewohner, so viele wie noch nie. Auch die Einnahmesituation im Jahr 2016 sei wieder exzellent gewesen mit rund 24.5 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer und über 21 Millionen Euro bei der Einkommenssteuer. Die tatsächliche Investitionsquote, also die Ausgaben die die Stadt wirklich für Maßnahmen ausgegeben hat, wies mit 32,5 Millionen Euro einen so erstaunlich hohen Wert aus, wie kaum zuvor. Dies beweise die Handlungsfähigkeit der Stadt, die sie auch 2017 wieder unter Beweis stellen wolle, unter anderem damit, dass im Frühjahr der Spatenstich für das bisher größte städtische Einzelbauvorhaben vorgenommen werden soll und damit der Bau des Ganzjahresbades gestartet wird. Schon Ende 2019 soll das Bad in Betrieb gehen. Auch der Bau eines Kinderhorts neben der Bräugassenschule, die Wohnungsbaumaßnahme im Deininger Weg mit dem Neubau von 27 neuen Wohnungen und das Turnerheim seien große Projekte im Jahr 2017. Oberbürgermeister Thumann wies zudem darauf hin, dass der Stadtpark umgestaltet werden soll, als dann dritter Bereich der Grünanlagen um die Stadt nach dem Ludwigshain und entlang der Ringstraße/Freystädter Straße, die in seiner Amtszeit aufgewertet worden sind. 2017 sei auch ein Wahljahr: Am 24. September werde voraussichtlich der Bundestag gewählt und am gleichen Tag soll auch die OB-Wahl stattfinden, falls die Zusammenlegung der Wahlen von der Aufsichtsbehörde genehmigt wird. Mit dem Dank an alle Ehrenamtlichen, genauso wie an die Wirtschaftstreibenden und die Beschäftigten schloss er seine interessante und sehr flotte Rede.

Leo Martin, der zehn Jahre für einen Deutschen Geheimdienst gearbeitet hat und dabei Experte für unbewusst ablaufende Denk- und Handlungsmuster war, vermittelte anschließend den Besuchern im Reitstadel interessante Einblicke in sein Wirken und die dabei wirksamen kommunikationspsychologischen Elemente. Unter anderem war es seine Aufgabe gewesen, fremde Menschen dazu zu bringen, ihm zu vertrauen und ihm geheimstes Insiderwissen preis zu geben. Er habe so versucht, sie langfristig für die Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst zu gewinnen. Seit seinem Ausscheiden aus dem Geheimdienst schildert er als Redner seine dabei verwendeten Strategien, erklärt sein Erfolgsgeheimnis und zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie es jedem ganz leicht gelingen könne, Kontakt aufzunehmen, Vertrauen zu gewinnen und andere von sich zu überzeugen. Dies sei eine Fähigkeit, die man in alltäglichen Situationen anwenden könne, genauso wie etwa als Führungsperson oder im Vertrieb im beruflichen Bereich.

Zusammen mit Vera Finn, der Vorsitzenden der Freiwilligenagentur Neumarkt überreichte Oberbürgermeister Thumann dann im Anschluss an den Vortrag die Auszeichnung "Stille Helden 2016" an Dr. Walter und Elfriede Winkler, Henning Berkan und den Hildegardkreis.

Dieser Ehrenamtspreis wurde ebenfalls zum zehnten Mal verliehen. Die Preisträger wurden dabei in kurzen Filmporträts bei ihrem Wirken vorgestellt.

  • Das Ehepaar Winkler engagiert sich seit 2014 ehrenamtlich und sie bringen sich seither in der Hausaufgabenbetreuung ein. Zudem haben sie seit Frühjahr 2015 den "Genial-Chor" federführend mit aufgebaut. Darüber hinaus organisiert das Ehepaar Winkler Wanderungen und andere Unternehmungen mit den Senioren im Rahmen des Vereins "Genial e. V.".
  • Henning Berkan war 18 Jahre erster Vorsitzender des Deutschen Alpenvereins Sektion Neumarkt. Während seiner Amtszeit ist die Mitgliederzahl von 1.400 auf 4.200 erhöht worden, zudem wurde das jährliche Angebot der Sektion Neumarkt erheblich ausgeweitet und auch von der Anzahl her enorm gesteigert. Unter seiner Federführung fanden der Erwerb und der Bau der "Olperer Hütte" statt.
  • Der Hildegardkreis betreibt seit vielen Jahren die Pflege des Hildegard-Gartens im Landesgartenschaupark. Zudem organisiert er das Hildegardfest, dessen Erlöse für wohltätige Zwecke an Organisationen gespendet werden. Außerdem findet jährlich im August die Kräuterbüschelaktion statt, deren Erlös ebenfalls für soziale Zwecken gespendet wird.

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