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Flower Power am Wochenmarkt

500 faire Rosen zum Weltfrauentag

Oberbürgermeister Thomas Thumann (Mitte), Verwaltungsdirektor Linus Sklenarz (rechts) und Anita Dengel (2. von rechts) verschenkten faire Rosen an die Neumarkterinnen anlässlich des Weltfrauentages (Foto: Ralf Mützel).

Oberbürgermeister Thomas Thumann (Mitte), Verwaltungsdirektor Linus Sklenarz (rechts) und Anita Dengel (2. von rechts) verschenkten faire Rosen an die Neumarkterinnen anlässlich des Weltfrauentages (Foto: Ralf Mützel).

Sag’s mit fairen Rosen! Zum Weltfrauentag Wertschätzung für die Frauen in Neumarkt und weltweit zeigen - das ist das Motto der Fairtrade Aktion „Flower Power“. Der Weltfrauentag wird jedes Jahr am 8. März begangen. Dies hat die Stadt Neumarkt wieder zum Anlass genommen, an der Aktion von Fairtrade Deutschland „Flower Power“ teilzunehmen. Da der Rahmen des Wochenmarktes dafür ideal geeignet ist, wurden die Rosen zwei Tage später am Donnerstag, den 10. März verteilt.

Oberbürgermeister Thomas Thumann war selbst vor Ort und verschenkte die Rosen gemeinsam mit Verwaltungsdirektor Linus Sklenarz und Anita Dengel, Leiterin des städtischen Bündnisses für Familien an die Neumarkterinnen, die sich sichtlich darüber freuten. „Wir wollen der Bevölkerung den Fairen Handel näherbringen und gleichzeitig Vorbild sein. Außerdem möchten wir mit unserer Rosenaktion einen Farbtupfer in diesen Zeiten der globalen Krisen setzen,“ sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann.

Zahlreich gab es hierfür Lob für die Stadt von den Frauen, die am Rosenstand vor dem Rathaus vorbeischauten. Anita Dengel von der Servicestelle „Bündnis für Familie“: „Seit zwei Jahren stehen vor allem Mütter durch die Corona Pandemie unter enormen Belastungen mit  denen sie sich tagtäglich auseinandersetzen müssen. Anlässlich des Weltfrauentages möchten wir deshalb mit einer fairen Rose unsere Wertschätzung für diese `Neumarkter Frauen Power` ausdrücken.“

„Eine Rose sagt mehr als tausend Worte“ heißt es. Zum Weltfrauentag dient sie als Symbol für Anerkennung und Wertschätzung. Diese Werte sollten auch beim Anbau der beliebten Blumen gelten. Doch die Realität in den Anbauländern von Rosen sieht oft anders aus. Sie kommen meist aus Ostafrika. Viele Pflückerinnen auf den Rosenfarmen in Kenia, Äthiopien und Tansania arbeiten unter schlechten Bedingungen, wie fehlende Arbeitsverträge oder mangelnder Arbeitsschutz. Dass es anders geht, darauf macht die Aktion „Flower Power – Sag’s mit fairen Blumen“ von Fairtrade Deutschland aufmerksam und rückt so Frauenrechte ins Blickfeld. Durch den fairen Handel stärken Blumenarbeiterinnen ihre Rechte und können ihre Arbeits- und Lebenssituation verbessern. Bereits ein Drittel der Rosen, die hierzulande verkauft werden, tragen das Fairtrade-Siegel.

Fairtrade hat sich zur Aufgabe gemacht, die Position von Frauen in Produzentenländern zu stärken – sei es im Job, in den Gemeinden oder in der Familie. Fairtrade-Blumenplantagen sind verpflichtet, ihre weiblichen Mitarbeiterinnen zu fördern, beispielsweise durch Weiterbildungen. In speziellen Gender-Gremien vertreten und stärken sie ihre Bedürfnisse. Dass Frauen sich - gestärkt durch die Regeln der Fairtrade-Standards - aktiv für ihre Rechte einsetzen, führt nachweislich zu mehr Gleichberechtigung.

Als Fairtrade Stadt geht Neumarkt als Vorbild voran. Seit 2009 ist Neumarkt ausgezeichnete Fairtrade-Stadt und von 2019 bis 2021 sogar „Hauptstadt des Fairen Handels“. Mit diesen Titeln hat sich Neumarkt verpflichtet, faire Handelsbedingungen auf lokaler Ebene zu fördern, u.a. mit einer fairen nachhaltigen Beschaffung im Rahmen des Beschaffungspakt der Metropolregion Nürnberg.  

 

 

von Ralf Mützel

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